Die Jahreszeiten

Geschenk der Natur

Hier geboren und aufgewachsen – und doch das Auge für die Schönheit der Jahreszeiten nicht verloren. So geht es uns. Kommen Sie mit auf einen kleinen Streifzug durch ein Jahr in unserer Gegend.

Das Frühjahr
Radfahren, Wandern, Skitouren, Kultur


Die Zeit …
•    wenn Bäume blühen, weiß und zartrosa, die später im Jahr Äpfel und Marillen tragen.
•    wenn Radfahren besonders schön ist, z. B. auf dem Claudia-Augusta-Radweg ins Oberland bis zum Reschenpass oder nach Meran und Bozen. (Und zurück vielleicht mit der Bahn.) 
•    wenn entlang der Waalwege die Wälder zartgrün leuchten.
•    wenn mit etwas Glück weiter oben bis Mai oder Juni noch der letzte Firn wartet, perfekt für eine Sonnenskitour. 
•    wenn der Frühling Anregungen für alle Sinne bietet.

Er ist's
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Eduard Mörike


Der Sommer

Bergtouren, Seilbahnen, Kulturangebote

Die Zeit …
•    wenn die Berge unüberhörbar rufen und die Bergtouren bis weit hinauf, vielleicht zu Schnee und Gletscher führen, z. B. zum Zirmtalersee, oder zum Hasenöhrl oberhalb der Tarscher Alm
•    wenn die Seilbahnen in Betrieb sind und uns zu neuen Abenteuern bringen: sonst unerreichbaren Gipfeln oder – unsere Empfehlung – einen Sonnenaufgang.
•    wenn das Kulturangebot vielfältiger und reichhaltiger nicht sein könnte: mit Konzerten, Freilichtspielen, Aufführungen im Freien und vielem mehr.

Nichts Schönres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein ...
Nichts Schönres als den Stab im Wasser zu sehn und den Vogel oben,
Der seinen Flug überlegt, und unten die Fische im Schwarm,
Gefärbt, geformt, in die Welt gekommen mit einer Sendung von Licht,
Und den Umkreis zu sehn, das Geviert eines Felds, das Tausendeck meines Lands
Und das Kleid, das du angetan hast. Und dein Kleid, glockig und blau!

Aus dem Gedicht „An die Sonne“ von Ingeborg Bachmann


Der Herbst
Wandern, Törggelen, Weinlese, erster Schnee

Die Zeit… 
•    wenn das Sonnenlicht aus jedem Baum, jedem Stein, jeder Frucht strahlt
•    wenn sich die Lärchen färben 
•    wenn man nach warmen Herbstwanderungen zum Törggelen einkehrt  und Kastanien (gibt es auf der Südseite des Vinschgaus bis Kortsch oberhalb von Schlanders) und den ersten Wein probiert 
•    wenn die vielen kleinen Weinbauern im Tal bei der Weinlese sind 
•    wenn am Schnalstaler Gletscher der Skiwinter schon im Herbst beginnt

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewusst bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Wilhelm Busch


Der Winter
Langlauf

Die Zeit…
•    wenn man auf Langlaufskiern durch das Martelltal gleiten kann
•    wenn man sich mit Schneeschuhen auf Entdeckungstouren begibt 
•    wenn im Martelltal oder am Hasenöhrl knackige Skitouren locken oder die Skisafari zwischen dem Schnalstal, Sulden und Schöneben
•    wenn viele kleine feine Weihnachtsmärkte Stimmung wie aus Kindertagen zaubern, z. B. im Martelltal, in Glurns, in Meran
•    wenn ruhig ein paar Tage einfach so verrinnen dürfen mit saunieren, lesen, ruhen …

Und wenn der Herbst sein Kapitel / schloß (von einem Tag auf den andern) / blättern wir einfach um (wie wirs gelernt) / auf eine schneeweiße Seite / voller Hasenspuren / vorsichtiger Tritte / ins Licht.

Aus dem Zyklus „Frühe Spiele“ von Sepp Mall

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