Der Riese heute

Einst lebte hier …

 ... nein, nicht der Riese.

Eine Familie, drei Generationen mindestens,
mit stets vielen Kindern, Tanten, Onkeln, Großeltern. Und also viel Geschäftigkeit.
Ein Haus in Frauenhand, durch viele Jahrhunderte immer wieder.
Und auch heute.

An der Hauswand umarmt die Glyzinie inniglich das Haus, eine Pracht fürs Auge in jedem Sonnensommer.
Ihre dicken, starken Wurzeln drücken sich noch heute durch den Wirtshausboden.

Wir betreten das Haus an der Seite durch ein Tor, dann geht es links hinauf,
eine jahrhundertealte Steintreppe, früher die Außentreppe.

Im Deckenfresko in der Eingangshalle sieht man nach der Restaurierung wieder eine Jakobsmuschel, Hinweis darauf, dass der Riese eine Pilgerstation war.

Wahrscheinlich zogen die Pilgerströme über das Ötztal, das Hochjoch und das Schnalstal heraus und weiter über das Tarscher- und Rabbijoch in Richtung Süden. 
Jährlich am 10. Oktober gab es auch einen Bittgang von Ulten nach St. Martin, der genau hier vorbeiführte.

Am richtigen Ort liegt der Riese zweifelsohne. Und jetzt ist er wieder da, voller Kraft und Ideen, voller Geschichten, die es zu entdecken gilt. Treffpunkt für das Dorf und die Umgebung, Refugium für Menschen auf dem Weg zu sich selbst.

Man merkt es im ganzen Haus: sobald die Menschen ein wenig Geld übrig hatten, wurde das in die Ausgestaltung der Zimmer gesteckt. Bei der Renovierung der Wände taten sich in jedem Zimmer neue Wunder vor unseren Augen auf.
Man kann den Stil im Haus so beschreiben: bäuerlicher Jugendstil

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